ODAX ist das Kürzel für die Optionen auf den DAX-Index, gehandelt an der Eurex. Sie sind die Datengrundlage für die Gamma-Analyse des deutschen Marktes, so wie es für den US-Markt die Optionen auf den S&P 500 oder die großen Index-ETFs sind. Aus den offenen ODAX-Kontrakten lassen sich Gamma Exposure, Wendepunkt und die Walls berechnen.
Optionen haben ein Verfallsdatum. An diesem Tag laufen sie aus, und das an ihnen gebundene Gamma verschwindet aus dem Markt. Weil sich ein großer Teil des Optionsinteresses auf wenige Termine konzentriert, kann ein Verfall die Gamma-Landschaft spürbar verändern. Ein Level, das gestern noch als Wall gewirkt hat, kann nach dem Verfall schwächer sein oder ganz wegfallen.
Beim DAX sind die großen Verfallstermine besonders relevant. Der wichtigste ist der dritte Freitag im Monat, an dem neben Optionen auch Futures auslaufen. Rund um diesen Termin ist die Positionierung dicht, und die Levels aus den Optionsdaten sind besonders aussagekräftig, sie ändern sich danach aber oft deutlich.
Weil sich die Positionierung mit jedem Handelstag und jedem Verfall verschiebt, werden die Levels vor jedem Tag neu aus den aktuellen ODAX-Daten berechnet.