Jede Optionsposition mit mehreren Legs auf verschiedenen Ausübungspreisen trägt eine Skew-Exposure. Sie beschreibt, wie sich der Wert der Position ändert, wenn sich nicht das allgemeine Volatilitätsniveau, sondern die Form des Skews verschiebt.
Der Grund liegt im Vega der einzelnen Legs. Ein gekauftes und ein verkauftes Leg auf unterschiedlichen Strikes reagieren verschieden auf eine Formänderung des Skews. Selbst wenn die Volatilität am Geld unverändert bleibt, ist die Summe der Vega-Effekte über alle Strikes ungleich null.
Ein Vertical Spread oder ein Iron Condor gewinnt oder verliert deshalb nicht nur über das Volatilitätsniveau am Geld, sondern auch über die Veränderung der Skew-Form. Das erklärt, warum eine solche Position sich bewegt, obwohl die naheliegende Kennzahl, die Volatilität am Geld, stillsteht.
Wer Spreads und Condors handelt, sollte die Skew-Exposure mitdenken, nicht nur das Vega am Geld. Sie ist der Grund für scheinbar unerklärliche Schwankungen im Positionswert.
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