Die erwartete Bewegung ist die aus der impliziten Volatilität abgeleitete Spanne, in der ein Kurs über einen bestimmten Zeitraum voraussichtlich bleibt. Sie entspricht einer Standardabweichung, in der der Kurs mit rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit schließt.
Berechnet wird sie aus dem Kurs, der impliziten Volatilität und der Restzeit. Für die eingepreiste Tagesbewegung gibt es eine schnelle Näherung: die implizite Volatilität geteilt durch sechzehn ergibt grob die erwartete Tagesbewegung in Prozent. Eine Volatilität von 16 Prozent entspricht damit etwa einem Prozent pro Tag.
Die erwartete Bewegung sagt nichts über die Richtung, nur über die Größe. Sie ist ein schneller Abgleich, ob die Distanz zum Deckel oder zum Boden innerhalb der statistisch erwarteten Tagesspanne liegt. Liegt ein Level weit außerhalb, ist es an einem ruhigen Tag schwerer erreichbar.
Die erwartete Bewegung ist eine Wahrscheinlichkeitsaussage, keine Grenze. Der Kurs kann die Spanne verlassen, besonders an ereignisreichen Tagen.
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